Worum es geht: um Schutz für das Neugeborene von Anfang an durch die Impfung von Schwangeren und Impfung der Erwachsenen im familiären Umfeld zum Schutz für das Neugeborene.
Keuchhusten-Impfung in der Schwangerschaft: wichtig und sicher für Mutter und Kind
Die STIKO empfiehlt die Impfung zwischen der 28. und 32. Schwangerschaftswoche, bei drohender Frühgeburt schon früher. Die Impfung soll in jeder Schwangerschaft erfolgen, unabhängig von früheren Impfungen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten.
In unserer Praxis können Sie und auch Ihre Angehörigen sich impfen lassen. Bitte melden Sie sich dafür einfach bei uns an.
Was ist Keuchhusten?
Keuchhusten, auch Pertussis genannt, ist eine hochansteckende Atemwegserkrankung. Auslöser ist das Bakterium Bordetella pertussis. Übertragen wird es durch Tröpfcheninfektion. Keuchhusten kann in jedem Alter auftreten.
Für Babys ist die Krankheit besonders gefährlich. Bei ihnen zeigt sie sich oft nicht durch den typischen Husten. Dafür kommt es häufig zu Atemaussetzern, im schlimmsten Fall bis zum Atemstillstand. Die meisten betroffenen Säuglinge müssen im Krankenhaus behandelt werden. Außerdem kann Keuchhusten immer wieder Folgekrankheiten wie Lungen- oder Mittelohrentzündungen auslösen.
Wie schützt die Impfung?
Babys können erst ab dem zweiten Lebensmonat selbst geimpft werden. Bis dahin sind sie ungeschützt. Die Impfung in der Schwangerschaft sorgt für den sogenannten Nestschutz. Die werdende Mutter bildet Antikörper. Diese werden über den Blutkreislauf auf das ungeborene Baby übertragen. So ist das Neugeborene von Geburt an geschützt, während das eigene Immunsystem noch reift. Über die Muttermilch wird dieser Schutz übrigens nicht weitergegeben.
Ist die Impfung sicher?
Ja. Die Impfung erhöht das Risiko für Komplikationen nicht. Sie ist gut verträglich und hat keine negativen Auswirkungen auf das Baby. Sie wird seit vielen Jahren unter anderem in den USA, in England und in Österreich mit sehr guten Ergebnissen eingesetzt.
Weitere Informationen
Ausführlichere Informationen finden Sie auf der Website der European Foundation for the Care of Newborn Infants, kurz EFCNI. Die EFCNI ist Europas erste Organisation, die sich für die Interessen von Früh- und Neugeborenen und ihren Familien einsetzt. Eltern und medizinische Fachleute arbeiten dort gemeinsam daran, die Versorgung und Gesundheit von Neugeborenen zu verbessern.